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Wichtige Hinweise


Warum gegen die Todesstrafe kämpfen? Man hilft damit doch nur Mördern und Vergewaltigern!

Dieses Argument ist nur bedingt stichhaltig. Ziel und Aufgabe der Anti-Todesstrafenbewegung ist nicht die Inschutznahme des Schwerverbrechers vor einer der Tat angemessenen Strafe, sondern die Verwirklichung der internationalen Abkommen und Forderungen der Vereinten Nationen (UN) zum Schutz der Menschenrechte. Diese von den UN geschaffenen Abkommen und Forderungen verlangen die Abschaffung der Todesstrafe weltweit. Auch von einzelnen Staaten nicht unterzeichnete Abkommen (z. B. zur Todesstrafe) stellen eine Forderung der UN dar und sind daher von allen Mitgliedstaaten der UN zu erfüllen. Das bedeutet faktisch, dass UN-Mitgliedstaaten auch die Abkommen erfüllen müssen, die sie nicht unterzeichnet haben. Denn alle Forderungen der UN in ihrer Gesamtheit bilden weltweit gültige menschenrechtliche Standards, die von allen zu erfüllen sind.

Diese Verhaltenslinie kommt einem lebenswilligen Teil der Schwerverbrecher natürlich durchaus entgegen. Motivation der Anti-Todesstrafenbewegung ist hierbei jedoch nicht der Wille, eines Verbrechens überführten Schwerverbrechern Hilfestellung zu leisten, um eine Milderung der Strafe für die Verurteilten zu erreichen. Die Motivation der Anti-Todesstrafenbewegung liegt ausschließlich darin, ein günstiges Klima für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit zu schaffen, diese Strafform durch lebenslange Haft ohne Begnadigungsmöglichkeit zu ersetzen und damit der Verwirklichung der Menschenrechte Vorschub zu leisten.

Wie auch in allen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gibt es in der Anti-Todesstrafenbewegung „schwarze Schafe“, welche nicht das Ziel haben, Menschenrechte zu verwirklichen, sondern überführte Schwerverbrecher vor ihrer Strafe zu bewahren bzw. diese abzumildern. Diese „Schwarzen Schafe“ bilden jedoch auch hier eine absolute Ausnahme. Die überwältigende Mehrheit der Todesstrafengegner setzt sich zum Ziel, den Menschenrechten weltweit zum Durchbruch zu verhelfen und legt es nicht darauf an, Schwerverbrecher vor einer angemessenen Strafe zu bewahren.  

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