Die Gaskammer

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Wichtige Hinweise


Die Gaskammer kommt noch in einigen wenigen US-Bundesstaaten zum Einsatz. Auch sie gilt unter Todesstrafe-Befürwortern als grausame Hinrichtungsform und wurde daher in den meisten Bundesstaaten durch andere Hinrichtungsmethoden ersetzt.

Das System der Hinrichtungen durch Giftgas wurde von den Nazis für deren verbrecherische Ziele entwickelt und eingesetzt. Somit handeln Staaten, welche auch heute noch die Gaskammer einsetzen, nach Nazi-Methoden.

In den heutigen Gaskammern kommt das Gift Zyankali zum Einsatz, welches durch eine chemische Reaktion in Zyanid umgewandelt wird. Zyanid ist mit dem Giftgas Zyklon-B (wurde von den Nazis bei den Verbrechen in Auschwitz eingesetzt) identisch.

Die Gaskammer (Kostenpunkt: ca. 200.000 $) ist eine rundum mit Fenstern versehene Stahlzelle, in deren Mitte sich eine Giftwanne mit darüberstehendem Stuhl, ein Entlüftungsrohr sowie ein Rohr zur Einleitung von Flüssigkeiten in das Kammerinnere befinden. Die Zeugen können durch die Fenster den Ablauf der Hinrichtung verfolgen. Vor Beginn einer Hinrichtung wird Zyankali in die unter dem Stuhl befindliche Giftwanne eingelegt. Nun muss sich der Delinquent auf den Stuhl setzen. Er wird festgeschnallt und über ein Kabel mit einem EKG-Gerät verbunden. Der Gefangene kann nun ein letztes Wort an die Anwesenden richten. Anschließend wird die Spezialtür zur Kammer geschlossen.

Jetzt beginnt die Hinrichtungsprozedur: Durch das Entlüftungsrohr wird zunächst etwas Luft aus der Kammer gesaugt, damit die Wirkung des Giftgases intensiviert wird. Über das Rohr zur Einleitung von Flüssigkeiten wird jetzt Wasser zusammen mit schwefelhaltiger Säure in die unter dem Stuhl befindliche Giftwanne geleitet. Durch die Verbindung des Zyankali mit Wasser und schwefelhaltiger Säure entsteht Zyanid, welches in Dämpfen vom Boden der Kammer aufsteigt und vom Gefangenen eingeatmet wird. Dieses Gas (kostet 300 $ je Hinrichtung) riecht süßlich (angeblich soll es nach Mandeln duften).

Nachdem mittels EKG der Tod des Delinquenten festgestellt worden ist, verbleibt er noch etwa 30 Minuten in der Gaskammer. Erst hiernach wird das Gas aus der Kammer abgesaugt und "normale" Atemluft eingelassen. Anschließend säubern Bedienstete in Schutzkleidung und Gasmasken die Kammer mit Wasser und besprühen den Hingerichteten mit Salmiakgeist, um letzte Gasreste aus Haut und Kleidung zu entfernen. Abschließend wird der Tote aus der Kammer gebracht.

Bei Hinrichtungen in der Gaskammer kommt es immer wieder zu grauenhaften Zwischenfällen. Oftmals halten Gefangene die Luft an oder atmen nicht tief genug ein. Hierdurch kommt es zu einer Atemlähmung - der Gefangene lebt, ist bei vollem Bewußtsein, kann aber nicht atmen und erstickt dann grausam. Der hieraus resultierende Todeskampf kann dann bis zu 20 Minuten andauern. Den Zeugen der Hinrichtung bietet sich ein schreckliches Bild: Der Delinquent keucht, wimmert, gurgelt und ringt nach Luft. Häufig schwillt z. B. das Gesicht des Todeskandidaten derart an, dass dieses zu platzen scheint.

Bis in die achtziger Jahre hinein wurde der Kopf des Delinquenten nicht festgeschnallt. Dies änderte sich, nachdem ein Gefangener im Todeskampf seinen Schädel immer wieder so lange gegen das Entlüftungsrohr schlug, bis Schädelteile durch die Kammer spritzten. Nunmehr wird auch der Kopf des Todeskandidaten festgeschnallt, um den Hinrichtungszeugen eine solche Szene zu ersparen...

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