Hängen

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Wichtige Hinweise


Das Hängen ist zwar in einigen US-Bundesstaaten noch als Hinrichtungsmethode möglich, kommt aber kaum noch zum Einsatz. Im Bundesstaat Delaware beispielsweise können zum Tode Verurteilte, die das ihnen zur Last gelegte Verbrechen vor dem 13.06.1986 begangen haben, zwischen der Giftinjektion und dem Strang "wählen".


Im Wesentlichen unterscheidet man zwei verschiedene Formen des Hängens. In der angelsächsischen Version wird der Delinquent auf ein mehrere Meter hohes Podest mit einer Falltür gestellt. Der Bereich unterhalb des Podestes, in den der Gehängte später durch die Falltür stürzen wird, ist mit einem Vorhang als Sichtschutz abgedeckt. Die Füße des gefesselten Verurteilten werden genau auf der Falltür positioniert. Die Schlinge des Strangs wird dem Todeskandidaten um den Hals gelegt (amerikanische Methode: Knoten hinter dem linken Ohr; ehemalige britische Methode: Knoten vor dem linken Unterkiefer). Um den Anwesenden das Antlitz eines Sterbenden zu ersparen und auch um typische Geräusche wie Gurgeln oder Stöhnen zu dämpfen, wird dem Delinquenten eine Kapuze über den Kopf gezogen. Auf Befehl betätigt der Henker einen Hebel, welcher die Falltür öffnet. Der Todeskandidat fällt durch die Falltür in den mit einem Vorhang abgedeckten Bereich unterhalb des Podestes.  Dabei kommt es zum Genickbruch und somit zum Tod des Verurteilten.


Die angelsächsische Version des Hängens beruht auf dem Grundsatz, dass der Delinqent nicht durch Ersticken, sondern durch Genickbruch zu Tode gebracht werden soll. Diese Vorgehensweise soll den schnelleren, qualloseren Tod bewirken. Hierzu darf der Verurteilte weder zu langsam noch zu schnell durch die Falltür nach unten stürzen. Um dies zu erreichen, wird für jeden Hinzurichtenden die individuelle Fallhöhe bzw. Stranglänge unter Berücksichtigung von Körpergewicht und -größe errechnet. Hierzu existiert eine in Großbritannien entwickelte Tabelle, die noch heute bei Hinrichtungen in den U.S.A. zum Einsatz kommt.


Die andere Version des Hängens kommt insbesondere im Nahen Osten bzw. in vielen islamischen Ländern zum Einsatz. Hierbei wird dem Verurteilten die Schlinge um den Hals gelegt. Anschließend wird er am Strang mehrere Meter nach oben gezogen. Im Iran beispielsweise geschieht dies mit Hilfe eines Autokrans. Diese Methode bewirkt einen qualvollen, langsamen Tod durch Ersticken.


Die letzte Hinrichtung in den U.S.A. durch Erhängen erfolgte am 25.01.1996. Die Hinrichtung des Billy Bailey sorgte für reges Medieninteresse im In- und Ausland, da es bereits zum damaligen Zeitpunkt unüblich war, einen Menschen am Strang hinzurichten. Außerdem war es für die Medien fast unglaublich, dass ein Todeskandidat nichts gegen seine brutale Hinrichtung am Galgen unternahm: Denn Billy Bailey hatte sich geweigert, der "sanfteren" Hinrichtung durch Gift zuzustimmen, da er nicht an seiner eigenen Hinrichtung mitwirken wollte. So überließ er dem Staat die Entscheidung über die Hinrichtung. Und dieser entschied sich für das Hängen...


Auch die angelsächsiche Methode des Erhängens stellt keineswegs einen raschen, quallosen Tod sicher. So dauerte der Todeskampf des Billy Bailey 11 Minuten. Hinrichtungen durch Erhängen sind noch in den Staaten New Hampshire und Washington möglich.  Allerdings ist auch in diesen Staaten die Giftinjektion Standard.


Seit Wiedereinführung der Todesstrafe erfolgten drei Hinrichtungen durch den Strang.

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