Mein Standpunkt
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Wichtige
Hinweise
Die
Todesstrafe - für die Einen ein angemessenes Mittel der Verbrechensbekämpfung,
für die Anderen ein Relikt aus längst vergangener Zeit.
Für
mich ist die Todesstrafe aufgrund der Gefahr, dass auch Unschuldige hingerichtet
werden könnten, inakzeptabel.
Die
Todesstrafe hat im Grunde genommen nur einen einzigen Vorzug gegenüber allen
anderen alternativen Strafformen: Wer hingerichtet worden ist, wird nicht mehr zum
Wiederholungstäter. Aber das ist bereits der einzige wirklich stichhaltige
Grund, der für diese Strafsanktion sprechen kann.
Doch wer kann sagen, dass er wirklich den wahren Täter auf
der Anklagebank sitzen hat? Richter, Staatsanwälte und Jurymitglieder (und
natürlich auch die Verteidiger) können irren - denn sie alle sind Menschen wie
Du und ich. Errare humanum est (irren ist menschlich), so sagt der Lateiner.
Dieses Sprichwort gilt auch heute noch. Und es hat eine besondere Tragweite,
wenn über das Leben einer Person entschieden werden soll.
Wir kennen das doch aus unserer eigenen, beinahe täglichen Erfahrung: Da stößt irgendjemandem ein Übel zu, und ziemlich schnell glauben wir, den dafür Verantwortlichen zu kennen. Wir sind absolut sicher, ihn zu kennen, denn alles spricht gegen ihn: Seine bisherige Vergangenheit, sein momentanes Auftreten, es gibt zahlreiche Indizien und vermeintliche Beweise gegen ihn. Nicht selten werden wir einige Zeit später eines Besseren belehrt und erleben eine unangenehme Überraschung. Ein Anderer ist für die Missetat verantwortlich. Ausgerechnet jemand, dem wir diese Tat niemals zugetraut hätten. Wehe, wenn das verhängte Urteil jetzt nicht mehr korrigierbar ist!